Lifestyle: My Fitnes(S)tory. Part No. 1 – Aller Anfang… (GERMAN ONLY)

Es ist soweit. Teil 1 meiner mehrteiligen Beitragsreihe ist endlich fertiggestellt! – This is where I come from …

Aller Anfang ist schwer (schwierig – um es genau zu nehmen)! Es kostete Überwindung. Überwindung, mich hinzusetzen und einfach so, ohne Perfektionismus, drauf los zu schreiben. Es brauchte Zeit. Seit ich diesen Blogpost das erste Mal ankündigte ist sicherlich schon über ein Jahr vergangen. Gut Ding braucht eben Weile. Aber jetzt, jetzt habe ich es nachgeholt: einen Beitrag zu meiner “Fitness-Story”. Erstmal stellte ich die Frage was das eigentlich sein soll, eine “Fitness-Story”? Was soll ich denn überhaupt erzählen, was ist relevant, was möchte der Leserschaft mitteilen. Ehrlich gesagt, ich hatte bis vor Kurzem keine Ahnung. Ich kam letztendlich zum Schluss, dass es komplett unnötig ist mir den Kopf darüber zu zerbrechen. “Erzähl doch einfach mal was!”. Also gut.

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Grundsätzlich. Back to the basics. Es war einmal… naja, ich. Ich war nie ein außerordentlich sportlicher Mensch, habe als Kind keinem Sportklub angehört – weder einem Ballettstudio noch einem Verein-, hatte kein wirklich großes Interesse an Leistungssportarten und, ja, ich war ganz und gar nicht “gut” im schulischen “Sportunterricht” aka “Leibesübungen” (ich finde die Bezeichnung irrsinnig genial!). Sportlich gesehen folglich eher “unterentwickelt” bzw. noch nicht im System verzeichnet.  Mir machte es auch, ehrlich gesagt, keinen Spaß. Vielleicht lag es daran, dass ich mies im Unterricht war (ich stellte mich hie und da etwas doof an und lasst mich nicht über “Ballspiele” zu sprechen kommen.. oje), dafür u.a. gehänselt wurde und mich dadurch extrem schämte und Hemmungen entwickelte. Auch Lehrer lachten über mich, Klassenkameraden sowieso. Fair war es natürlich nicht, das ist jedoch ein anderes Thema!

Deshalb möchte ich die Zeitspanne bis zu meinem 15. Lebensjahr mit “Vor-Zeit” zusammenfassen. Im Unterricht ein Floppy, daheim jedoch liebte ich es abzushaken und selbst Choreos zu entwickeln. Ich tanzte immer schon mit großer Freude. Seit dem Kindesalter. Es war also schon früh ziemlich bemerkbar, dass ich im Grunde meines Herzens einen großen Bewegungsdrang verspürte, dem aber nur bedingt nachging. Ich erzähle in diesem Kontext auch immer wieder gerne, dass ich, als ein kleines Mäderl war, bei einer Ballettschule zum Info-Tag geladen war, mich darauf irrsinnig freute, mit meiner Mutter hinging, dort dann vor Ort plötzlich zu motzen begann und mich aus Trotz gegen den Ballettunterricht entschied. Tja. Rückblickend betrachtet sehe ich es als einen großen, fatalen Fehler an – ich hätte dort sicherlich einige Gleichgesinnte angetroffen und, wer weiß, vielleicht hätte ich es ja doch weit gebracht. Weiter und besser als heute wäre ich jedenfalls und ich bereue sehr. Könnte ich es ändern und zurück in die Vergangenheit reisen…, ihr wisst schon, ich würde Ballettunterricht nehmen.

Was ist dann mit der Zeit ab 15 Jahren? Nächstes Zeitalter. Ich besuchte ab dieser Zeit das Gymnasium. New beginnings? Das Umfeld wurde etwas besser, wenn auch nur für “kurze Zeit”, leider nicht längerfristig. Nächste Schlangengrube, diesmal advanced, aber glücklicher Weise mit mehr freundschaftlicher Unterstützung als zuvor um mich. Keinesfalls leichter, ganz und gar nicht. Ich schweife hier etwas ab. Oder auch nicht. Es ist nämlich nicht ganz unwesentlich zu erwähnen, dass ich während meiner Schulzeit Mobbing ausgesetzt war, denn es verursachte viele der Themen, mit denen ich heute noch kämpfe und die ich mit mir rumschleppte. Obwohl ich heute eher darüber lachen kann und es liebevoll die “Aschenbrödl-Story” nenne. Feels like it somehow. Aber ohne Prinz! Den brauchte ich nicht.

Seit meiner Teenager-Zeit kämpfte ich mit (verhältnismäßig) leichten Auswüchsen von Essstörungen und Body-Shaming. Wenn einem jahrelang eingeredet wird man sei hässlich, dumm, fett und “behindert”, beginnt man es zu glauben, unabhängig davon ob es nun wahr ist oder nicht. Es war nicht wahr, es ist nicht wahr. So viel Selbstbewusstsein habe ich mittlerweile schon, um mit lauter Stimme sagen zu können, dass ich keinesfalls fett und hässlich war oder gar, wie auch unterstellt, entstellt. Ein nettes, liebes, vielleicht manchmal schüchtern wirkendes Mädchen mit relativ normaler Figur. Nun gut, ein paar “Babyspeck” Fettpölsterchen dort und da, aber nichts weltbewegendes. Alles dem Alter entsprechend. Kleidergröße 38 ist schließlich keine Schande. Die ganze Geschichte rund um meine aus all dem resultierenden, seelischen Thematiken gehört aber auch zu meinem Leben dazu und hat viel dazu beigetragen, wie ich heute über Dinge und Werte denke und handle. Fakt ist : wenn man einmal eine Essstörung und massive Probleme mit seinem Körper hatte, wird man die Gedanken unterbewusst nicht mehr vollständig los. Es bleibt Teil des Lebens (in starker Verdünnung …).

Zurück zu der 15-jährigen AnnaBelle. Ab diesem Alter begann ich langsam damit mich mehr mit Gesundheit, Tanz, Fitness, etc. auseinanderzusetzen. Während des Zeitraumes zwischen 15 und 19 Jahren, sprich meiner Zeit im Gymnasium, geschah einiges mit mir. In diesen 4 Jahren erwachte meine Liebe zum Tanz, klassischen und zeitgenössischen Tanz, zum Leben. Ich tanzte weiterhin fast ausschließlich daheim herum (einmal Autodidakt, immer Autodidakt), besuchte dennoch auch Hip-Hop und Ballettstunden und Kurse, wurde Teil des Jugendtheaterclubs am Theater. Ich wurde beweglicher, “sportlicher”. Aber wir sind hier noch immer weit von der heutigen Form entfernt, denn damals habe ich es nie geschafft kontinuierlich und ausdauernd an etwas dran zu bleiben. Ich scheiterte daran täglich ein paar Fitnessübungen zu machen. Ich wollte eben schon die fertige Arbeit und nicht lange arbeiten müssen bis ich es habe, also die “äußerliche Form”. Tja, hätte ich einst anders gedacht… wo ich heute wohl wäre? (Frage meines Lebens anscheinend…). Und Ernährungstechnisch: ich begann mich mit Ernährung zu beschäftigen. Mit heutigem Wissen war das lächerlich. Ich als Opfer der gängigen Ideologien, Denkweisen und noch dazu auch, aha, ohne lange Ausdauer dafür. Lichtblick war, dass ich aufhörte Fleisch zu konsumieren. Scheint als ob sich was entwickelte.

 

Nach der Schulzeit, ich war 19, begann ich zu studieren. Im ersten Studienjahr aß ich weder sonderlich gesund (obwohl ich dachte ich würde – trotzdem, es ging schon in eine gute, gesündere Richtung), noch machte ich wirklich Sport. Immer noch nicht. Nur ich mit mir allein, im Wohnzimmer, hinter verschlossener Tür, tanzend, choreografierend, tagträumend was wohl wäre, wenn ich mehr Fitness machen würde. Kreativ war ich auf jeden Fall. Mein Tanz und mein Selbststudium diesbezüglich war fast mein gesamter Lebensinhalt. So ging es weiter dahin – bis ich mir meinen Fuß verletzte. Im Januar 2014 zog ich mir beim Tanzen zuhause (weil ich “intelligenter Mensch” einmal unaufgewärmt tanzte) eine starke, multiple Zerrung des Sprunggelenkes zu. Klingt nicht äußerst dramatisch, aber es brauchte bis zur “vollständigen” (98%, mehr ist/war nicht mehr gegeben) Heilung über 6-7 Monate, da ich von Ärzten falsch behandelt wurde. Einen Fehler, den ich mittlerweile kein 2. Mal machen würde. Ich erhielt letzten Endes dann doch die gewünschte Physiotherapie, 5 1/2 Monate nach dem Unfall, und lernte dort viele Übungen zur Stärkung der Gelenke und Muskulatur, die ich bis heute tagtäglich ausübe (mit dem Effekt, dass ich noch nie stabiler war). Ich erfuhr jedoch auch, dass ich mir mein Sprunggelenk nicht mehr grob verletzen darf, weil ich (generell) sehr “ausgeleiert” bin, bzw. meine Bänder, und mich im Härtefall einer Operation am Sprunggelenkt unterziehen lassen muss (zum Einsteifen! Kling super, oder!). Diese Verletzung trug jedenfalls viel zu meiner Routine bei. Kontinuierliches Arbeiten, täglich. Während der Heilungszeit, Frühling/Sommer 2014, ging es dann richtig los bei mir. Ich entschied mich endlich etwas für die körperliche Gesundheit zu tun. Schließlich sind das noch meine ständigen, treuen Begleiter Skoliose & Co. Ich habs nämlich anatomisch teilweise echt klasse getroffen.

Ein Anfang. Beginnend mit einem, juhe, ernstzunehmenden Ausbruch von Essstörung : Grüß dich, Orthorexie. Krankhaft gesund essen wollen (wie wo was? Hier ein kleiner Einblick by Birgit Jellinek – LINK). Es mischte sich dann in späterer Folge ab mit Binge-Eating, dem unkontrollierten, ähm, Fressen. Der Ausbruch gründete sich definitiv auf Tatsache, dass ich immer noch an meiner Schulzeit litt und mich, mit meinen gut 61-62 kg bei 1.69 1/2 m, fett fühlte und abnehmen wollte. Ich aß wenig(er), hungerte mich auf 50 kg runter, Kleidergröße 32-34. Positiv, hinterher betrachtet, war, dass ich mich nun wirklich mit gesunder Ernährung beschäftigte, Vielfalt, selbst kochen, etc… .  Ich aß in jüngeren Jahren nicht sonderlich gesund, gar nicht ehrlich gesagt! Mitunter einer der vielen Gründe, warum ich heute an vielen Unverträglichkeiten leide. Das Ausmaß meines Abnehmens wurde mir leider erst beim Wiegen bei der jährlichen Gesundheitsuntersuchung klar. Seitdem habe ich auch nachweislich eine Art Immunschwäche – Leukopenie, zu wenig weiße Blutkörperchen im Blut. Nicht dramatisch, ich merke es trotzdem und ernähre mich daher möglichst immunstärkend. Um meinen “abgemagerten” Körper nun auch sportlicher zu machen, begann ich damit täglich Fitness zu machen. Seit August 2014, ziemlich gleichzeitig mit dem Beginn von #PancakeSunday. Und ich blieb erstmals dran, mache bis heute täglich mein geplantes Pensum. Es änderte sich klarer Weise einiges ab (Trainingspläne ändern sich eben) und es gab auch mal Wochen, in denen ich nichts machte – aber alles totally normal! Krank sein und Pausen (egal ob notwendige oder Faulheit) gehören dazu. Eine neue Ära. Eine neue AnnBelle.

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So weit, so gut. Ab Spätsommer 2014 entwickelte ich mich zu einer phasenweise Besessenen, phasenweise Vernünftigen. Eine Achterbahnfahrt in der Tat. Und auf diesen wilden Ritt möchte ich euch im Nachhinein mitnehmen. Im nächsten Teil der Fitness-Serie, der nächste Woche Freitag folgt: zum Thema wie ich nach und nach Fitness in mein Leben integrierte, immer wieder neu anfing, Rückschläge ertragen musste, stärker wurde, was das alles mit Veganismus zu tun hat … kurz ausgedrückt, die Geschichte bis zum Status Quo.

Teilt mir bitte auch gerne eure Gedanken, etc. zu meinem Beitrag bzw. der Beitragsreihe mit. Würde mich über einen gegenseitigen Austausch freuen!

Bis zum nächsten Mal!

 

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7 Comments Add yours

  1. Daaaniieee says:

    Sehr toller Beitrag und wunderbar zu lesen, echt spannend!!!! Freu mich wahnsinnig auf den nächsten Teil ….

    Man fühlt mit und verschlingt die Zeilen, super start wie du sagst gut ding braucht weile!!!

    lg danie

    http://www.daaaniieee.at

    Like

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